Bericht von Lisa 2018 - Besuch eines aktiven Vereinsmitglieds im Heim

Im März und April war ich, Lisa, eine ehemalige Freiwillige und aktives Mitglied in unserem Verein, erneut für fünf Wochen zu Besuch im Hogar Esperanza.
Am 6. März wurde ich morgens vom Gründer und Direktor des Heims, Jorge Daveggio, vom Flughafen abgeholt und zunächst zu meiner alten Gastfamilie gefahren. Das Wiedersehen mit Jorge, der Familie und auch die Fahrt durch Santiago selbst, fühlte sich stark nach „Heim kommen“ an. Gleich am nächsten Tag habe ich meinen alten Arbeitsweg ins Heim angetreten und wurde auch dort wieder sehr, sehr herzlich von allen empfangen. Die meisten der Mitarbeiter kannte ich noch von meinem Freiwilligendienst, weshalb das Wiedersehen umso schöner war. Von den 22 Kindern die aktuell im Heim sind, kannte ich noch 2- was ein gutes Zeichen ist und zeigt, dass im Heim tolle Arbeit bezüglich der Reintegration von Kindern in ihre Familien bzw. der Adoptionsvermittlung geleistet wird.
Da das Heim in diesem Jahr nur durch eine Freiwillige aus Deutschland unterstützt wird und diese im März Urlaub hatte, konnte ich über vier Wochen ihre Aufgaben und Schichten übernehmen. Wie auch schon vor vier Jahren, lagen meine Aufgaben vor allem darin, die Kinder zur Schule, zum Kindergarten, zum Arzt oder ins Krankenhaus zu bringen und sie abzuholen. Außerdem eröffnete sich dadurch die Möglichkeit, verschiedene Projekte mit dem Gründer des Heims im Detail zu besprechen und die Zusammenarbeit zwischen dem Verein in Deutschland und dem Kinderheim in Chile nochmals zu intensivieren.
Nachdem wir verschiedenste Projekte besprochen haben bei denen das Hogar finanzielle Hilfe benötigt, haben wir diese innerhalb des Vereins diskutiert und konnten mit einer Spende über 7350€ insgesamt drei große Projekte unterstützen. Wir haben die Renovierung des Hauses der Großen bezahlen können und Windeln für einen Monat angeschafft. Das dritte große Projekt beschäftigt sich mit dem Thema „Bildung“. Schul- und Studiengebühren, welche in Chile extrem hoch sind, werden für die Kinder aus dem Heim zum Glück über den Staat finanziert. Allerdings müssen Transportkosten, Kosten für Schulmaterialien (Kopien, Bücher, etc.), sowie die Kosten für drei Kindergartenplätze selbst getragen werden. Auch diese Kosten übernehmen wir nun für ein Jahr. Weitere Infos und ein paar Fotos zu den Projekten findet ihr übrigens unter dem Punkt „Projekte“ auf unserer Homepage. Dort berichten wir über unsere aktuellen Projekte und deren Finanzierung.
Es gibt noch viele weitere Punkte bei denen das Hogar Esperanza regelmäßig finanzielle Hilfe benötigt, wie z.B. bei der Anschaffung von Medikamenten, Milchpulver für Säuglinge, Windeln, Stromkosten und so weiter. Deshalb ist es uns wichtig weiterhin einen kontinuierlichen Beitrag zu leisten und wir freuen uns über jede Spende.
Wir stehen im engen Kontakt mit dem Heimleiter, den Freiwilligen vor Ort und auch anderen Mitarbeitern im Heim. Es ist schön, wie gut die Kommunikation hier funktioniert. Alle Verantwortlichen im Heim freuen sich sehr über die Hilfe und bedanken sich von Herzen bei allen Unterstützern!